Chanephora (Robusta)


Robusta-Kaffee oder Tieflandkaffee (wissenschaftliche Coffea canephora) ist eine Pflanzenart aus der Kaffeegattung (Coffea). Es wurde im 19. Jahrhundert in Afrika entdeckt.

Eigenschaften

Robusta-Kaffee wächst als Strauch oder Baum bis zu einer Höhe von acht Metern. Beim Anbau werden die Pflanzen zur besseren Handhabung deutlich kleiner gehalten. Die Blätter sind länglich-elliptisch, selten auch ei- oder lanzettlich. Sie sind bis zu 40 Zentimeter lang, haben eine klare Spitze und manchmal eine leicht gewellte Kante. Die Nebenblätter sind dreieckig und auf eine Länge von sechs bis 18 Millimetern spitz. Die Blüten sind fünf bis sechs, selten sieben und befinden sich in Achselbüscheln von acht bis dreißig. Die Früchte sind breit, eiförmig-elliptisch und enthalten normalerweise zwei Samen, die sogenannten Kaffeebohnen. Diese sind gelbbraun, rund und haben eine gerade Kerbe auf der flachen Seite.

Anbau

Da Robusta-Kaffee kälteempfindlich ist, beschränkt sich der Anbau auf den 10. Breitengrad (Süd und Nord) des Äquators. Südostasien und Westafrika bieten daher gute klimatische Bedingungen. Robusta wird hauptsächlich im Tiefland angebaut, idealerweise unter 700 Metern Höhe. Vietnam ist seit 2015 der größte Produzent und Exporteur von Robusta.

Verwenden

Mit rund 40% der weltweiten Kaffeeernte ist Robusta nach Arabica-Kaffee die zweitwichtigste Sorte. Diese Art ist weniger empfindlich gegenüber Krankheiten, Hitze und hoher Luftfeuchtigkeit. Es trägt mehr und schneller reifende Früchte. Die Reifezeit beträgt ca. 6 Monate, so dass mehrere Ernten pro Jahr möglich sind.

Die Früchte werden normalerweise trocken verarbeitet. Sie werden als Ganzes mit Fruchtfleisch und Pergament in der Sonne getrocknet und dann in Schälmaschinen verarbeitet, die die eigentlichen Bohnen extrahieren. Der Geschmack von Robusta ist erdig bis holzig. Robusta ist bitter und hat weniger Aromen als Arabica, aber einen volleren Körper, weshalb es besonders für Espresso geschätzt wird. Mit zwei bis vier Prozent ist der Koffeingehalt etwa doppelt so hoch wie der von Arabica-Kaffee und der Gehalt an Chlorogensäure ebenfalls etwa doppelt so hoch. Hochwertige Kaffeemischungen bestehen hauptsächlich aus Arabica, aber insbesondere in Espressomischungen wird Robusta häufig Arabica zugesetzt (z. B. in einem Verhältnis von 20:80), um einen höheren Koffeingehalt und ein intensiveres Aroma zu erzielen.